Ingwer - die vielseitig einsetzbare Wunderwurzel
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Ingwershots sind ein Trend von dem Sie vielleicht schon gehört haben. Die meisten Menschen wissen, dass Ingwer zum Einsatz bei Erkältungen kommt. Aber die Pflanze hat es in sich und kann neben der Stärkung unserer Immunabwehr noch sehr viel mehr!
Der Ingwer ist eine Pflanze mit Schilf ähnlichen Trieben, dessen wesentlicher Anteil – der, der zum Verzehr geerntet wird – als Wurzelstock unter der Erde liegt. Er speichert die Nährstoffe der Pflanze und genau deshalb hat er für uns so einen großen gesundheitlichen Nutzen.
Dieser Fakt ist den Menschen auch schon vor Jahrhunderten bewusst gewesen, weit bevor es Technologien gab, um das wissenschaftlich zu belegen. In der traditionellen chinesischen und indischen Medizin (Ayurveda) gilt Ingwer schon lange als ein „von innen wärmendes Heilmittel“.
Die gelbe Wurzel ist scharf und hat eine dezent zitronige Note.
Frischer Ingwer, den es bei uns im Supermarkt gibt, wird häufig aus China, Indien oder Südamerika importiert. Die Frische erkennt man an einer festen und glatten Schale. Die Saison für Ingwer aus regionalem Anbau beginnt ab Oktober.
Übrigens können Ingwerpflanzen beeindruckend blühen. Manche verwandten Gewächse werden hauptsächlich als Zierpflanzen angebaut.
Der Scharfstoff Gingerol galt lange als Alleinverantwortlicher für die gesunde Wirkung des Ingwers. Es stecken aber nicht nur Gingerole, sondern über 100 verschiedene Pflanzenstoffe in der Knolle.
Die Forschung zu Gingerolen vermischt sich dabei größtenteils mit der allgemeinen Forschung zur Wirksamkeit von Ingwer. Es ist also nicht immer ganz klar, welche der gesundheitsfördernden Wirkung welchem Inhaltsstoff zuzuschreiben ist.
Klar ist aber . . .
Antioxidantien sind ein Begriff, um den man heutzutage fast gar nicht mehr drum herum kommt. Und trotzdem ist es nicht nur ein Trend-Wort. Antioxidantien schützen unsere Zellen vor oxidativem Stress durch beispielsweise freie Radikale. Da wir durch allgegenwärtige Faktoren, wie Luftverschmutzung, Pestizide etc. oft oxidativem Stress ausgesetzt sind ist es wichtig auf eine ausreichend antioxidative Ernährung zu setzen.
Studien zeigen, dass sich Ingwer positiv auf Entzündungen auswirkt. Wird Ingwer getrunken wirkt er lokal an entzündeten Schleimhäuten. Global im Körper wirkt der Körper aber auch auf beispielsweise Gelenke und unterstützt damit Rheuma-Patienten.
Laborversuche ergaben sogar, dass die Scharfstoffe des Ingwers weiße Blutzellen aktivieren. Die stimulierten Zellen reagierten durch ihre Alarmbereitschaft im Vergleich zu Kontrollzellen um etwa 30% stärker auf ein Peptid, das eine bakterielle Infektion simulieren sollte.
Schon gewusst?
Täglich Ingwer zu essen ist übrigens nicht schädlich. Nur bei Menschen mit einem sehr empfindlichen Magen oder bei denen, die Ingwer neu auf ihren Speiseplan schreiben kann die Knolle auf den Magen schlagen. Wenn Sie „Anfänger“ sind und zudem schnell einen gereizten Magen haben sollten Sie eher mit kleinen Mengen starten. Außerdem sollte Ingwer eher morgens, statt spät abends verzehrt werden, da eher tendenziell belebend statt beruhigend wirkt.
Klassisch frischer Ingwer aus dem Supermarkt:
In dünne Scheiben geschnitten oder gerieben, kann mit kaltem oder heißem Wasser aufgegossen werden (Hitze schadet nicht dem wertvollem Gingerol im Ingwer). Gerieben kommt er auch in vielen Gerichten - wie Currys - vor und verleiht dem Gericht eine scharfe frische Note.
Frischer Ingwer aus dem Blumenkasten:
Sie brauchen einen Blumenkasten mit nährstoffreicher Erde, Wasser und ein Stück Ingwer.
Das Stück Wurzel kommt über Nacht in ein Glas mit lauwarmem Wasser und wird am nächsten Tag mit der Schnittfläche nach unten in den Topf. Bedecken sie den Ingwer mit ein wenig Erde.
Ingwer als Tee:
Achten Sie auf Bio Qualität, um Pestizide zu umgehen.
Ingwer in Kapseln:
Für die tägliche und unkomplizierte Einnahme. Bei ascopharm auch als Kombination mit Grünteeextrakt für eine normale Funktion des Energiestoffwechsels.
Ingwer als Tropfen:
Auch einsetzbar in der Küche. Optimal zum Mitnehmen auf Reisen und leicht zu dosieren.
Hübner Rezeptidee um den Sommer noch ein wenig zu verlängern:
Zutaten
Im Mixer pürieren und auf Eis genießen.
Fun fact: Getrockneter Ingwer schmeckt anders als frischer Ingwer. Wenn Ingwer getrocknet oder auch erhitzt wird verändert sich das Verhältnis der Scharfstoffe. Gingerol wird vermehrt zu Shogaol und verändert dadurch Geschmack und auch dezent seine Wirkung im Körper.
Es lohnt sich Ingwer in seine tägliche Ernährung oder Supplementroutine einzubauen.
Er schmeckt gut, einzeln als Tee aufgebrüht oder kombiniert mit Kurkuma, Minze oder Zitrone
Er macht sich gut in Säften, wie Orangensaft oder in Smoothies mit Apfel, Aprikose oder Gurke.
Und nun sind Sie gefragt!
Seien sie mutig und probieren die Zugabe von etwas Ingwer doch einmal mit etwas, das sie seit vielen Jahren gleich machen. In die traditionell gekochte Hühnersuppe von Oma oder in den bunten Morgen-Smoothie. Probieren geht bekanntlich über Studieren.